Vortrag Vanessa Joan Müller 11.11.2015, 15:00 Uhr

Kunstgeschichte als Ausstellungsgeschichte Sockel, Vitrinen, temporär in den Raum eingezogene Wände, Beleuchtung, Beschriftung – all das sind Elemente des Ausstellungsdisplays. Das Display ist ein Bauteil zur Visualisierung und im Kontext einer Kunstausstellung oder Sammlungspräsentation ein wesentliches sinnstiftendes Element. Es bezieht sich einerseits auf formale Qualitäten und Präsentationsweisen und ähnelt darin einer Kulisse oder einem Setting, strukturiert andererseits jedoch die Schnittstelle zwischen Betrachter und Werk, wenn es als rahmende Funktion des Kunstwerks in Erscheinung tritt. Innovative Displays weisen auf ihre eigene rahmende, präsentierende Funktion hin und betonen damit das Moment des Kuratorischen. Indem sie die Bewegungen im Raum strukturieren, Blickachsen schaffen oder blockieren und allgemein Sichtbarkeiten herstellen, sind sie ein wichtiges Element zur Visualisierung der Agenda einer Institution. Ein Blick in die Geschichte des Ausstellungsdesigns verdeutlicht diesen Anspruch.