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Vortrag Anna Artaker 20.05.2015, 18:00 Uhr

Durch welche Prozesse Geschichte geschrieben wird, wie sich subjektive Erfahrung manifestiert und diese konstruiert wird, sowie die Sprachen, die diese erfahrbar machen, sind einige der zentralen Themen der in Wien lebenden Künstlerin Anna Artaker. Die Arbeiten der vergangenen Jahre stellen hierfür eine künstlerische Praxis dar, die es erlaubt, das ambivalente Verhältnis von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, von Inklusion und Exklusion als Teil von Geschichte zu begreifen. Artaker setzt sich dabei sowohl mit reproduktiven Verfahren, wie Fotografie, Text, als auch mit plastischen Aufzeichnungsformen und Gusstechniken, wie in ihrer Arbeit 48 KÖPFE AUS DEM MERKUROV MUSEUM, auseinander und öffnet dabei häufig Räume der Unschlüssigkeit, der Unbeantwortetheit sowie des Undefinierten. At the core of my preoccupation with ‘history’ is my interest in the relationship between reality and the depiction of reality: I am interested in ‘history’ insofar as it is a model for the representation of reality, an object on the basis of which the complex interplay between representation and reality can be explored (…). Perhaps one could also say that I am interested in what took place ‘offstage’ of what has now become history. My work makes an indirect reference to what has come to represent modernism by shifting the focus to what happened outside of it. I thus concentrate on the unsaid preconditions and exclusions, the blind spots upon which the history of modernism is based. (Anna Artaker, 2009) Anna Artaker studierte Philosophie und Politikwissenschaften in Wien und Paris, sowie Konzeptkunst an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im New Museum, New York; Austrian Cultural Forum, London; Mumok, Wien gezeigt. Zur Zeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Akademie der bildenden Künste Wien, ab Herbst Elise Richter-Fellow ebendort.

Anna Artaker, REKONSTRUKTION DER ROTHSCHILD’SCHEN GEMÄLDESAMMLUNG, Ausstellungsansicht AKKunstprojekte, Wien 2013, Foto: Hertha Hurnaus