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LANDMARKS 16.03. - 28.03.2017

LANDMARKS
Präsentation eines Architekturprojekts der Werkerziehung

Die Anregung Neues als Prinzip zu verstehen und das Bestehende um eine Vielfalt an neuen Typologien zu ergänzen. Mehr Vielfalt im Kontext zum Ort und der bestehenden Kultur zu schaffen. Dieses Ziel entwickelten sieben Studierende inklusive Professoren der Studienrichtung Werkerziehung für einen Küstenraum um Mošćenice (Istrien).

Das wirtschaftliche Rückgrat Kroatiens insbesondere der Küstengebiete ist der Sommertourismus. An der Küste von Istrien werden nahezu ausschließlich Appartements und Zimmer in privaten Häusern angeboten. Die touristische Infrastruktur in Istrien ist unspezifisch und mit jedem anderen Ort in Kroatien auswechselbar. Der landschaftliche Kontext ist unverwechselbar und das vorhandene, gebaute Erbe aus der Jahrhundertwende stellt für die Region ein hohes touristisches Potenzial dar. Ausgangspunkt für die Projektidee ist eine stillgelegte Starkstromleitung mit ihren sehr prägnanten Stahlbetonmasten, die parallel zur Küste mitten durch die Macchia gelegt wurde. Die skulptural wirkenden Baurelikte sind ein Zeitdokument des faschistischen Italiens der 30iger Jahre. Die Transformation dieser „Landschaftsskulpturen“ und ihrer Umgebungen könnte wegen weitläufiger Sichtbarkeit zu unverwechselbaren Infrastrukturbauwerken werden. Mikrokulturen in Wechselbeziehung zum lokalen Kontext könnten den lokalen Gesamtorganismus beleben und neue Leitbilder für selbstverantwortliche Eigeninitiativen sein. Jedes gewählte Konzept sollte ganzjährig belebt und genutzt werden und sollte keinesfalls saisonabhängig programmiert sein. Architektonische Konzepte sollen Lebensprozesse unterstützen und sind auch unterschiedlichen Zielgruppen und Gesellschaftsschichten zuordenbar. Die Strahlkraft der einzelnen Ideen steht immer im Wechselspiel zum Ort und dem spezifischen Bauplatz. Die einzelnen Beiträge beinhalten öffentliche wie öffentlich-private Mischnutzungen, zeigen prototypische Betreiberkonzepte die durchaus lokal getragen und weiterentwickelt werden könnten. Spezielle Gebäude als Ort für „Lebensprozesse“ zwischen „Leben und Tod“ zwischen „Erholung und Arbeit“ sollten eigentlich selbst- verständlich sein und sind trotzdem Mangelware.

Konzeptentwicklung: Mag. arch. DI Thomas Forsthuber Projektbetreuung: Mag. arch. DI Thomas Forsthuber, Prof. Alfred Gilow, Dr. Patrick Schaudy Studierende: Adelheit Haslauer, Magdalena Karner, Verena Laireiter, Benjamin Piotrowski, Vanessa Pritz, Nathalie Ventola, Robert Waldmann