Künstlerischer Wettbewerb zur Neugestaltung des Kreuzes für den Hörsaal 101 01.10. - 31.03.2021

Künstlerischer Wettbewerb zur Neugestaltung des Kreuzes für den Hörsaal 101

Ein Kooperationsprojekt der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg und dem Department für Bildende Künste und Gestaltung / Bildnerische Erziehung der Universität Mozarteum

Bei dieser Zusammenarbeit wurden im Frühjahr 2019 Studierende der Bildnerischen Erziehung eingeladen, Entwürfe zur Neugestaltung eines Kreuzes für den Haupthörsaal 101 der Theologischen Fakultät zu entwickeln und im Rahmen eines künstlerischen Wettbewerbs einzureichen. Im März 2020 wählte eine Fachjury aus 8 Einreichungen Studierender der Klassen für Bildhauerei, Grafik und Malerei den Entwurf von Paulina Krasser zur Realisierung aus.
Ihre Arbeit nützt das Verfahren des Tiefziehens, bei dem das ursprünglich vorhandene Kreuz als Abdruck erhalten bleibt. Sie betont die Absenz des ursprünglichen Kreuzes und führt das als Negativ weiterhin präsente Symbol des christlichen Glaubens in eine zeitgenössische künstlerische Form über.

Das Projekt wurde im Wintersemester 2019/20 von einer Ringvorlesung an der Katholisch-Theologischen Fakultät und Fachvorträgen von Manfred Erjautz, Künstler und Preisträger des Otto Mauer Preises sowie von Hubert Nitsch, Kunsthistoriker und Kunstreferent der Diözese Linz am Mozarteum begleitet.

Im Zentrum standen Fragen nach den theologischen und ästhetischen Herausforderungen, die sich mit diesem zentralen christlichen Zeichen verbinden
sowie Fragen zum Verhältnis zwischen zeitgenössischer Kunst und Kirche. Dieses Thema zog sich wie ein roter Faden durch viele Diskussionen: wie kann sich eine Künstlerin JETZT einem solchen Thema annehmen, in welcher Weise ist eine Neugestaltung möglich.
Darüber hinaus ging es um die Bedeutung künstlerischer Interventionen im öffentlichen Raum und um eine Auseinandersetzung mit allgemeinen Rahmenbedingungen bei künstlerischen Wettbewerben - wie beeinflusst der Ort, der Kontext die Entwicklung einer Arbeit, wie finden die Vorstellungen der Auftraggeber und die eigenen Vorstellungen der Studierenden zusammen.

Ausstellung:
Die Eröffnung der Ausstellung aller Entwürfe und die Präsentation des realisierten Projektes fand am 1. Oktober im Rahmen eines Festaktes statt.
Die Ausstellung kann bis März 2021 im Foyer der Theologischen Fakultät, Universitätsplatz 1 besichtigt werden.

Beteiligte Studierende:
Stefanie Amberger, Cornel Entfellner, Thomas Gschoßmann, Marko Kodzic, Paulina Krasser, Gerlinde Radler, Zoe Vitzthum, Nina Widdison haben sich mit Entwürfen beteiligt.

Künstlerische Projektleitung: Prof. Ulrike Lienbacher, Universität Mozarteum
Ausstellungsplakate: Idee Ulrike Lienbacher Gestaltung Andrea Lumplecker

Mit Unterstützung des Rektorats der Universität Salzburg, des Rektorats der Universität Mozarteum, der Erzdiözese Salzburg und der Österreichischen Benediktinerkongregation.