GTT Jour Fixe mit Adrian Luncke 15.11.2022, 18:00 Uhr

GTT Jour Fixe mit Adrian Luncke
15.11.2022, 18:00h

Adrian Luncke leitet den Fachbereich „Vielfalt & Miteinander“ der OEW-Organisation für Eine solidarische Welt. Er konzipiert und realisiert außer/schulische Projekte der Bewusstseinsbildung und stellt Unterrichtsmaterial für den Bildungsserver OEW Plus zusammen. Sein Schwerpunkt liegt auf Themen der Integration und in der Anti-Diskriminierung. Sie bearbeitet er meist in heterogenen Teams und in partizipativen Settings.
Adrian Luncke hat an der Kunsthochschule Halle „Burg Giebichenstein“ studiert, bevor er einen Magisterabschluss in den Fächern Philosophie, Kunstgeschichte und Volkswirtschaftslehre an der Humboldt Universität in Berlin erwarb. Dieser Hintergrund ermöglicht es ihm, soziale Themen mit kulturellen Mitteln (Ausstellungen, Theaterformate...) zu bespielen.

Vorurteilsbewusste Bildung

Die OEW-Organisation für Eine solidarische Welt ist seit 30 Jahren fester Bestandteil der Südtiroler Bildungslandschaft. Mit ihren drei Fachbereichen „Internationale Zusammenarbeit“, „Bewusster Konsum“ und „Vielfalt und Miteinander“ widmet sie sich unterschiedlichen Themen der sozialen Nachhaltigkeit.
Hierzu gehören auch die Projekte, die die Organisation unter dem Titel „Decolonising Minds“ realisiert. Gemeinsam begeben sich die Projektleiterinnen Farida Lardjane, Fernando Biague und Adrian Luncke dabei auf die Suche nach den Spuren, die Jahrhunderte kolonialer Ausbeutung im Denken und Tun hinterlassen haben:
Wie hat Kolonialgeschichte unseren Blick auf vermeintlich „Andere“ geprägt und was bedeutet dies für ein globales Zusammensein auch innerhalb einer migrationsgeprägten Gesellschaft wie Südtir- ol?
Diese Fragen nehmen die Projektleiter
innen zum Ausgangspunkt für ihre Bildungsarbeit. 2021 entstand so die szenische Lesung TSINSTIYA. Das inklusive Jugendprojekt, realisiert mit dem Rotierenden Theater, stellt dem Publikum letztlich vier Heldinnen des afrikanischen Widerstands gegen die europäischen Besatzerinnen vor und konfrontiert es mit der Frage nach der Fortschrift von Ungleichheit und Entmündigung.

Die Anti-Diskriminierungsstelle Salzburg stellt sich vor:
Auch die Anti-Diskriminierungsstelle der Stadt Salzburg setzt sich für eine inklusive Gesellschaft ein. Sie hört Angehörigen von marginalisierten Personengruppen zu, zeichnet ihre Beschwerden auf und unterstützt Menschen dabei, ihre Anliegen zur Durchsetzung zu bringen.
Die Verantwortliche Barbara Sieberth greift das Thema des Abends auf und stellt Ziele und Aufga- ben der Stelle vor.