Studium werkerziehung cca5cbf32fd52b7588dfb7292340e1b69d75a22bb8a0b171fb7644a0d1451215

Das Studium Werkerziehung

Das Studienfach Werkerziehung (BA/MA) verbindet relevante Fachwissenschaften, Konzepte aus Fachdidaktik und Bildungswissenschaften sowie Vermittlungskompetenzen aus dem Bereich der Schulpraxis mit dem zentralen Bereich der praktischen Auseinandersetzung in den Ateliers und Werkstätten.

Das Studienfach vermittelt jene Kompetenzen, die es den Absolventen und Absolventinnen ermöglichen, selbständig Konzepte für zweckgebundene, experimentelle, modellhafte oder konkrete Gestaltungsprojekte entwickeln, vermitteln, begleiten, evaluieren und reflektieren zu können. Kerninhalte des Studienfachs sind gestalterische, technik-, design- und architekturwissenschaftliche Qualifikationen und ihre kulturwissenschaftliche bzw. transdisziplinäre und gesellschaftliche Kontextualisierung sowie deren Verbindung und Weiterführung in die Bereiche der Fachdidaktik und der schulpraktischen Vermittlung.

In den Fachwissenschaften Architektur, Design, Technik und angrenzenden Bereichen setzen sich die Studierenden mit zentralen wissenschaftlichen Inhalten auseinander und lernen fachspezifische Verfahren und Methoden situationsgerecht einzusetzen. In der Fachdidaktik stehen Lehr-Lernprozesse und die fachorientierte Vermittlung im Vordergrund. In der Fachpraxis entwickeln die Studierenden eigene Ideen und Projekte und setzen diese unter Berücksichtigung materialspezifischer Eigenschaften in den Werkstätten um. In den Bildungswissenschaften entwickeln Studierende in der Verknüpfung von Theorie und Praxis Planungs- und Reflexionskompetenzen, Diagnose- und Förderkompetenzen sowie Sozial- und Beratungskompetenzen und ein Professionsverständnis, das den Anforderungen im heutigen Schulalltag entspricht. Schulpraktika dienen der praktischen Erprobung in Schulklassen und einer gezielten Entwicklung der oben genannten Kompetenzen im Kontext des unterrichtlichen und schulischen Handelns.

Das Studium dient der fachwissenschaftlichen/-praktischen, angewandt-künstlerischen, angewandt-technischen, fachdidaktischen, pädagogisch-wissenschaftlichen, bildungswissenschaftlichen und schulpraktischen Grundausbildung für das Lehramt Sekundarstufe (Allgemeinbildung). Es gliedert sich in ein vierjähriges Bachelor- und ein zweijähriges Masterstudium. Es orientiert sich sowohl am Stand der Erschließung der angewandten Künste als auch am Forschungsstand der beteiligten Wissenschaften, berücksichtigt die Kernbereiche Architektur, Design und Technik sowie die allgemeinen und ganzheitlichen Bildungsziele der Lehrpläne der Sekundarstufe.

Das Lehrangebot ist auf die Befähigung der Absolventen und Absolventinnen zur selbstständigen angewandt-künstlerischen Praxis ausgerichtet. Darauf, Projekte konzipieren und umsetzen, reflektieren, kritisch einschätzen, evaluieren und angemessen vermitteln zu können. Dabei geht es um die Entwicklung einer reflektierenden künstlerisch-angewandten Praxis, die sich als kommunikative Praxis versteht. Sie ist Voraussetzung für die kompetente künstlerisch-pädagogische und vermittelnde Arbeit in unterschiedlichen Kontexten.

Wesentlich ist dabei die Entwicklung eines Verständnisses von künstlerisch-angewandter Arbeit als einem experimentellen, konzeptuellen und forschenden Handeln. Die Einbeziehung wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Perspektiven, der Erwerb von Fertigkeiten und Techniken, Material-, Medien- und Fachwissen – also die Entwicklung einer vielseitigen und differenzierten gestalterischen Praxis – dient als Voraussetzung für eine den verschiedenen Schultypen angemessene gestaltungspädagogische Professionalisierung. Kompetenzen im Bereich der Darstellungstechniken und Präsentationsformen sind ebenso wesentlich, wie der Erwerb von Kenntnissen in gegenwärtigen und zukunftsorientierten Technologien und Herstellungstechniken.

Ein besonderes Beispiel der Förderung kreativen Potenzials findet sich im Masterstudium. Hier werden in Form von Lehrveranstaltungen wie „Innovation Development“ und „Engineering“ u.a. Projekte entwickelt, welche mit ihren Ergebnissen in der Lage sind, auf internationalen Erfindermessen präsentiert zu werden und korrelative Beziehungen zur produzierenden Wirtschaft aufzubauen.

Angesichts des kulturellen Wandels und der gesellschaftlichen Herausforderungen sind Innovationskompetenz, Entwurfskompetenz und Problemlösungskompetenz Schlüsselqualifikationen. In diesem Zusammenhang ist das Studienfach Werkerziehung Vermittlungsplattform für kreative Denk- und Handlungsprozesse und zugleich Modell für neue forschungsgestützte Entwurfstätigkeiten in den Bereichen Bildung, Kultur und Wirtschaft.

Neben dem Lehramt eröffnet das Studium Werkerziehung weitere Berufsfelder wie außerschulische Jugenderziehung, Erwachsenenbildung, Kultur- und Medienarbeit etc. Ebenso trägt das Studium zur Persönlichkeitsbildung und Entfaltung sozialer Kompetenzen der Studierenden bei. Die Studierenden werden befähigt, technisch- wie künstlerisch-angewandte und gesamtgesellschaftliche Entwicklungen wahrzunehmen und mitzugestalten.

Studienpläne

Curriculum für das Bachelorstudium Lehramt Sekundarstufe (Allgemeinbildung) Entwicklungsverbund "Cluster Mitte"
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Curriculum für das Masterstudium Lehramt Sekundarstufe (Allgemeinbildung) Entwicklungsverbund "Cluster Mitte"
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Curriculum für das auslaufende Bachelorstudium Lehramt Werkerziehung
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Curriculum für das auslaufende Diplomstudium Bildnerische Erziehung, Werkerziehung, Textiles Gestalten
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