Rückblick: Ich (ent)decke den Tisch

Rückblick SS 2018

Ein Gestaltungsprojekt der Universität Mozarteum Salzburg im Studienfach Gestaltung: Technik.Textil

mit Univ. Prof. Frauke von Jaruntowski, Mag. Hanna Kirmann, Dr. Patrick Schaudy, Sarah Altenbuchner, Marie-Bernadette Gollackner, Katharina Grießer, Stefanie Haustein, Tina Lindlbauer; Stephan Lippert, Natalie Kröll, Stefan Nürbauer, Andreas Steindl, Anna-Amanda Steurer, Bianca Strasser, Nina Toporis

mit Dr. Andrea Hohenwarter, Christian Reisinger (BSc) vom Bewohner Service Lehen und BewohnerInnen der Strubergassensiedlung

 

 

„To Go“ – ob Fast Food oder Edelsnack. Wir essen auf der Straße, im Auto, vor dem Fernseher, am Computer, im Döner-Laden – oftmals alleine. Die Individualisierung hat sich breit gemacht in unserer Esskultur.

Und Dennoch! „Die gemeinsame Mahlzeit ist die Urform des Beisammenseins“, so Eva Barlösius, Professorin am Institut für Soziologie an der Universität Hannover. Es gebe bis heute keine Form der Gemeinschaft, die derart verbinde wie eine Tischgemeinschaft.

Gemeinsames Essen, die Zusammenkunft am Esstisch, stiftet Verbindungen und schafft Nähe.

Essen hat eine starke soziale Funktion.

Das  zeigen auch die vielen Initiativen und Projekte rund um die gemeinsame Mahlzeit, das gemeinsame Essen. Sei es im urbanen Raum, rund um das Urban Cooking, Urban Gardening, oder den vielen Stadtteilkantinen und Mitkochzentralen. Sei es im privaten Raum mit den vielen Angeboten des Kochnomadentums.

Und es zeigt sich, dass die Zusammenkunft am Esstisch nicht nur eine gruppenbezogene Aktivität ist, sondern letzten Endes auch kulturellen Repräsentationszwecken dient.

Das Spannende am Essen ist doch letztendlich, dass wir es unmittelbar in unseren Körper aufnehmen. Es ist eine sehr sinnliche und direkte alltägliche Erfahrung.

Im Rahmen des Gestaltungsprojektes‚Ich (ent)decke den Tisch‘ stellten sich elf Studierende des Mozarteums; Department für Bildnerische Erziehung, Kunst- und Werkpädagogik  Fragen des gemeinsamen Essen aus einer kulturhistorischen, als auch philosophischen Perspektive.

Wie esse ich?// Was esse ich?// Wo esse ich?// Womit esse ich?// Mit wem esse ich?// Und wie essen die anderen?

Sie entwickelten ihre ganz individuellen Tischkonzepte. Es entstanden biografische Tischtücher und sehr persönliche Tische. Verbindendes Element ist ein 8-teiliges Tangram, aus dem die Formen der einzelnen Tische generiert wurden.

 

 

 

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