Vortrag Vanessa Joan Müller 11.11.2015, 16:00 Uhr

Kunstgeschichte als Ausstellungsgeschichte
Sockel, Vitrinen, temporär in den Raum eingezogene Wände, Beleuchtung, Beschriftung – all das sind Elemente des Ausstellungsdisplays. Das Display ist ein Bauteil zur Visualisierung und im Kontext einer Kunstausstellung oder Sammlungspräsentation ein wesentliches sinnstiftendes Element. Es bezieht sich einerseits auf formale Qualitäten und Präsentationsweisen und ähnelt darin einer Kulisse oder einem Setting, strukturiert andererseits jedoch die Schnittstelle zwischen Betrachter und Werk, wenn es als rahmende Funktion des Kunstwerks in Erscheinung tritt.
Innovative Displays weisen auf ihre eigene rahmende, präsentierende Funktion hin und betonen damit das Moment des Kuratorischen. Indem sie die Bewegungen im Raum strukturieren, Blickachsen schaffen oder blockieren und allgemein Sichtbarkeiten herstellen, sind sie ein wichtiges Element zur Visualisierung der Agenda einer Institution. Ein Blick in die Geschichte des Ausstellungsdesigns verdeutlicht diesen Anspruch.


Vortrag Anne Hardy 17.11.2015, 19:00 Uhr

What you see isn’t at all what you get with Anne Hardy’s haunting photographs. Her makeshift rooms, fabricated from material scavenged in and around her east London studio, are littered with the presence of recent human activity. Debris-strewn floors, an indoor target practice range and scribblings on a wall of coloured boards are all suggestive devices that Hardy relies upon to activate our imagination. But we are being controlled. Like an author dropping clues throughout a text, she purposefully populates her scenes with objects that evoke possible former inhabitants. Tantalisingly, we never get to meet any of the fictional characters that leave these traces of existence.The party may be over, but there’s still plenty to gawp at, especially now that Hardy has decided to include her fictional sets in the gallery for the first time (inset). As spectators of her contrived scenes, we usually just gaze at them, inventing our own stories.

Anne Hardy, geb. 1970, studierte am Royal College of Art, London. Einzelausstellungen fanden zuletzt in Modern Art Oxford, Oxford, UK; im ICA London, UK; The Common Guild, Glasgow, UK (alle 2015); Kunstverein Freiburg (2014); Maureen Paley, London, UK (2013); sowie in der Secession Wien (2012) statt. Anne Hardy lebt und arbeitet in London.

Der Vortrag findet in EG der Universität Mozarteum, Alpenstraße 75, Salzburg statt.


Vortrag Reinhard Braun 26.11.2015, 17:00 Uhr

Reinhard Braun ist seit 2011 Herausgeber der Zeitschrift Camera Austria International und leitender Kurator von Camera Austria, Graz. Seit 1990 Veröffentlichungen zur Fotografie- und Mediengeschichte und -theorie. Gründungsmitglied der Gruppe HILUS (bis 1996); 1993 - 98 Redakteur der Zeitschrift Camera Austria; 1998/99 Kurator der Medien + Architsektur Biennale Graz; 1999 Gründung von MiDiHy Productions / Medien. Theorie. Kunst. Kultur; 1999/2000 Gastkurator am Forum Stadtpark Graz; 2003-2006 Kurator und Redakteur bei Camera Austria; 2004 - 2010 Lehrbeauftragter für Kunstgeschichte an der FH Joanneum, Graz; seit 2005 Fachbeirat für "Medienkünstlerische Praktiken" der Stadt Graz; 2007-2010 Kurator für bildende Kunst, steirischer herbst, Graz; 2010 Lehrbeauftragter für aktuelle Kunst und Architektur an der Technischen Universität Graz; 2011 Lehrauftrag für "Fotografie und Protest", Kunstuniversität Linz


Vortrag Andreas Öttl 02.12.2015, 16:00 Uhr

Der Filmwissenschaftler und Leiter des Filmclubs CineClub Salzburg spricht über das Werk von Pier Paolo Pasoloni.

Abb. aus Pier Paolo Pasoloni, Accatone, 1961


Vortrag Max Rieder 13.01.2016, 18:00 Uhr

maxRIEDER so die Eigenschreibweise des Salzburger Architekten, Urbanisten und Architekturkritikers sieht seine Arbeit als Beitrag für eine offene, humane Gesellschaft. Sein Credo lautet: „ Architektur ist eine soziale Kunst. Stadt ist ein soziales Kunstwerk“ (1998). Die Zuordnung „Soziale Kunst“ für seine Arbeiten bezieht sich auf das prozessuale Entstehen und radikalem Transformieren von Zusammenhängen. Seit 1992 betreibt er ein eigenes Atelier mit Sitz in Salzburg und Wien. Sein Werk umfasst ein breites Spektrum vom avantgardistischem Einfamilienhaus über öffentliche Bauten, wie Kindergarten und Schulen, Infrastruktur- und Wasserkraftwerksbauten, sowie von Landschaftsgestaltung bis hin zu großmaßstäblichen Stadtentwicklungsprojekten. Als kreativer Querdenker, Universalkünstler, Mediator und Vortragender initiiert er einen lebendigen Diskurs über Architektur in Form von Veranstaltungen wie „Zukunft Mittel-Stadt“ (Salzburg, 2015), sowie in seinem BLOG kooperativerraum.at. Für sein Sohlstufenkraftwerk an der Salzach im Stadtgebiet von Salzburg wurde er mit dem „Europäischen Betonpreis 2014“ ausgezeichnet.

Abb: Peter Eder, Kraftwerk Hangendenstein, Grödig, 1994


Sound Workshop mit Hong-Kai Wang 20.01. - 21.01.2016

Hong-Kai Wang ist eine Taiwanesische Künstlerin, die vorwiegend mit Sound arbeitet. Zur Zeit lehrt und forscht sie im Rahmen eines PhD in practice an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Ihre Arbeiten wurden zuletzt in “Soundings: A Contemporary Score” MOMA New York, 2015 Street Fun, Fun Street- MOCA X Community Art Festival, Museum of Contemporary Art, Taipei, Taiwan; Kunsthalle Wien Pop-Up Library, Kunsthalle Wien Karlsplatz, Vienna, Austria; Collapsing Ourselves with Mattin and Mike Sperlinger & The East Sugar Complex, Akademirommet, Oslo National Academy of the Arts, Oslo, Norway gezeigt.

www.w-h-k.net

Abb: Hong-Kai Wang, “Conceptual Biography of Chris Mann”, 2014


Rundgang 2016 13.04. - 15.04.2016

Die Universität Mozarteum Salzburg, Department 12 lädt zum Rundgang in Ateliers und Werkstätten des KunstWerks in der Alpenstraße ein, um Einblicke in aktuelle Arbeitsprozesse und einen Überblick über die Arbeiten der Studierenden zu bieten. Über vier Etagen verteilt öffnet sich das Spektrum künstlerischen Schaffens des vergangenen Jahres und gibt den Blick frei auf das Innenleben einer sehr lebendigen Abteilung an der Universität Mozarteum Salzburg. Zum Diskurs sind Lehrende und Studierende anwesend.

Programm
Eröffnung und Fest: 13. April 2016, ab 18.00 Uhr;
Vortrag: Ines Doujak und John Barker, 18.15 Uhr;
Ausstellungsdauer: 14. – 15. April 2016;
Öffnungszeiten: 10.00 – 19.00 Uhr


Grafik Workshop mit Flüchtlingen und Studierenden 14.04. - 16.04.2016

Workshop mit Flüchtlingen initiiert von Studierenden und Lehrenden der Klasse für Grafik.


Vortrag Juliette Blightman 26.04.2016, 21:00 Uhr

Die in Berlin lebende Künstlerin Juliette Blightman erarbeitete in den vergangenen Jahren ein Vokabular, das die Interaktion von narrativen Elementen, Sprache, Gegenwart, der Präsenz von Mitmenschen, Orten, Aufmerksamkeit und Gefühl zu Faktoren macht, die die Erfahrbarkeit ihrer Arbeiten bestimmen. Juliette Blightmans Werke bedienen sich dabei der Performance, der Installation, dem Schreiben, der Malerei, Zeichnung und dem Film. Ihre aktuelle Arbeit "Portraits and Repetition", die als Film konzipiert ist, erscheint in Form eines Bildes pro Tag, das Blightman seit dem 1. Jänner 2016 für ein Jahr täglich im Internet veröffentlicht. "It is important however it is on the internet, here I can play with memory, information, time and restrictions as well as a moment. (...) I wanted to try and avoid giving a hierarchy to images, text, photography, film, drawing, painting, people, objects, nothingness, silence … so that they could all exist with each other and in each other."

Portraits and Repetition (2016) entsteht im Auftrag der South London Gallery. Weitere Ausstellungen: Distant Intimacies, Pied-à-terre, San Francisco (2015), Eden Eden Eden, Karma International, LA (2105), Come Inside, Bitte, Isabella Bortolozzi Galerie, Berlin (2015), Gerry Bibby/Juliette Blightman, Kunsthaus Bregenz (2014), A Year With No Head, International Project Space, Birmingham (2011), Paradise Lost, Dirk Bell/Juliette Blightman, Kunstverein Arnsberg (2010), The Day Grew Dark, Künstlerhaus, Stuttgart (2010), The Day Grew Darker Still, Irish Museum of Modern Art, Dublin (2010), The Chips Are Down, Whitechapel Project Space, London (2007). Ihre Arbeiten und Performances wurden zudem in Cubitt, London, Astrup Fearnley Museet, Oslo, Artist’s Space, New York, Centre Parc Saint Léger, Pougues-Les-Eaux, Staatliche Kunsthalle, Baden-Baden, Tramway, Glasgow, Künstlerhaus, Stuttgart gezeigt.

Abb. Juliette Blightman, "Units of Attention", Juliette Blightman & Robin Wattkins, Flat Time House, London, 2014


Vortrag David Bussel 22.06.2016, 17:00 Uhr

Vortrag David Bussel

The 'And' Between Art and Labour

The talk will outline and problematise the relations between art and labour by looking at work in general and art-making in particular - art about labour and art as labour - focussing on art practices from the 1970s to the present including those of Mierle Laderman Ukeles, KP Brehmer, Tehching Tsieh, Harun Farocki, Theaster Gates, Andrea Fraser and Chto Delat. It will attempt to periodise or historicise these practices in relation to the rise of neoliberal thought, globalisation and financial capitalism in an effort to complicate and politicise certain types of art making by situating them in and against our current mode of production and social order.

David Bussel is a writer and curator based in London. He has contributed to publications including Afterall, Artforum, Flash Art, Frieze and Texte zur Kunst and has organized exhibitions at Cabinet Gallery, London, Cubitt Gallery, London, Kunsthalle Zurich, Kunstlerhaus Stuttgart and MD72, Berlin. He currently works as a freelance archivist.

Abb: Erro Art and Industryscape 1984


Ausstellung Sigrid Langrehr, Ingrid Schreyer 30.06. - 31.08.2016

Attraktor—Sigrid Langrehr, Ingrid Schreyer

Sigrid Langrehr und Ingrid Schreyer untersuchen in der Ausstellung "Attraktor" systematisch Systeme; die bildnerische Erkenntnis spitzt sich zu „zur Untermenge eines Phasenraums“, zu diesem „Platz“ im System, der anzieht, bei dem man also unweigerlich landet. Durch die Beobachtung des uns umgebenden chaotischen Systems führt Ingrid Schreyer uns zu globalen Zusammenhängen, ohne dass wir weit reisen mussten. Durch die Verbildlichung mittels feiner, wässriger, genau gesetzter Pinselstriche, die weniger „behaupten“, die vielmehr einfach „sind“ und mehr Raum geben als das abgebildete Motiv, entsteht Struktur im Dickicht der Welt, eine Indiziensammlung zu globalen Prozessen. In unterschiedlichen Medien, Video, Fotografie, Installation stöbert Sigrid Langrehr Wildwuchs und Freiräume in genormten Systemen auf, visualisiert Prozesse des Einfangens, Ausschließens: Der Apparat und die Natur fungieren in ihrer Sogwirkung als Rückzugsoption, als Instrumentarium für einfaches „An-und-für-sich-sein“, zu manipulieren, geheime Böden zu bestellen und verlieren sich in Räumen- künstlichen oder natürlichen, weiten oder begrenzten.

ÖH Galerie Das Zimmer
Universität Mozarteum Salzburg
Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg