Symposium: Wolfram Paulus, Filmemacher 28.01. - 29.01.2021

Digitales Symposium der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Universität Mozarteum Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Filmarchiv Austria

Am 28. Mai 2020 ist der Drehbuchautor und Regisseur Wolfram Paulus im Alter von 62 Jahren überraschend verstorben. Mit seinem facettenreichen Schaffen für Film und Fernsehen hat sich Paulus in die österreichische Filmgeschichte eingeschrieben. Sein Name steht wie kein zweiter für das Land Salzburg als Drehort und Medienstandort. Gleichzeitig hat er es geschafft, mit seinem sich am Regionalen abarbeitenden Kino eine Reputation in der internationalen Filmkultur aufzubauen, was die Festivalteilnahmen seiner Werke in Berlin oder Venedig unter Beweis stellen.

Seit den frühen 1980er Jahren verfolgte Paulus die Vision eines geschichtsbewussten Heimatfilms und erweiterte im Lauf der 1900er und 2000er sein Repertoire ins Komödiantische und im Bereich Kinderfilm. Neben seiner Arbeit als Film- und Fernsehschaffender war er als Essayist und Fotograf tätig und engagierte sich in filmpädagogischen Projekten, die ihn durch die österreichische Schullandschaft führten.

Das Symposium wird von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Universität Mozarteum Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Filmarchiv Austria ausgerichtet und wirft einen interdisziplinären Blick auf Paulus’ Schaffen. Es fragt nach den Kontinuitäten, Brüchen und Utopien des umfangreichen Werks, das der aus Großarl stammende Künstler hinterlassen hat. Zwölf Vorträge eröffnen unterschiedlichste fachliche Perspektiven (Bildungs-, Film-, Literaturwissenschaft und Medienpraxis) auf Paulus’ Arbeit und erörtern dessen Ästhetik, Narration und Produktion.

Das Symposium findet aufgrund der Covid-19-Pandemie online statt und ist für alle Interessierten zugänglich. Wenn Sie teilnehmen möchten, klicken Sie bitte am 28. und 29. Januar 2021 auf folgenden Link.

Konzept und Organisation:
MMag. Andreas Ehrenreich, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Univ.-Prof. Dr. Iris Laner, Universität Mozarteum Salzburg